Home / SEO / SEO Praxistipps für kleine Unternehmen

SEO Praxistipps für kleine Unternehmen

Was kann ich tun, damit ich bei Google & Co. besser gefunden werde? Wie suchen Suchende? Wie ticken Suchmaschinen? Ist Suchmaschinenoptimierung nur etwas für Profis? Kann ich mir SEO als kleines Unternehmen überhaupt leisten? SEO-Praxistipps gefällig?

 

Ein Blick hinter die SEO-Kulisse

Dieser Artikel gibt Einblicke,

  • nach welchen Kriterien die Google-Suchmaschine Treffer priorisiert und anzeigt,
  • wie Suchende suchen und der Artikel liefert
  • praktische Tipps, wie man seine eigene Sichtbarkeit optimieren kann.

Eines gleich vorweg: keine Sorge!
Man muss kein Webmaster oder IT-Experte sein, um diese Tipps in der Praxis umsetzen zu können.

Zugegeben, der Technik-Bereich bildet das Fundament
und sollte demnach auf einer Webseite auch professionell eingerichtet und bedient werden.

Jedoch: genau so wichtig, sind die INHALTE und die interne und externe VERLINKUNG meiner Webseite.

Das abgebildete SEO-Haus – und damit meine Sichtbarkeit im Netz –
kann also VON MIR WESENTLICH MITGESTALTET werden:

 

SEO-Haus, SEO-Praxistipps, hm-kommUNIKATion.at


Wie gehe ich praktisch bei der Einrichtung und Vernetzung meines SEO-Hauses vor?

Eine mögliche Anleitung könnte die folgende sein:

 

Überlegung 1: Welche Suchanfragen kann ich mit meiner Webseite oder meinen Social Media Auftritt beantworten?

Suchende suchen in Suchmaschinen meist aus 3 Gründen:

  • Sie wollen etwas tun: z.B. Ticktets kaufen
  • Sie wollen etwas wissen: z.B. wo findet das Konzert statt
  • Sie wollen etwas gezielt suchen: Konzerthaus in Wien

Damit steht für meine Online-Aktivitäten folgende Grundsatzüberlegung an:

– Kann man bei mir etwas kaufen,
– sich über ein spezielles Thema informieren und / oder
– soll in erster Linie mein Geschäft gefunden werden?

So weit, so gut. Bloß: wonach suchen denn Suchende konkret, wenn sie das finden wollen, was ICH anbiete?
Eine einfache Möglichkeit das heraus zu finden ist: Google fragen 🙂

75 Prozent der eingegebenen Suchanfragen bestehen übrigens aus 3 bis 5 Wörtern.

 

SEO Praxis-Tipp 1: Wie finde ich, wonach am häufigsten gesucht wird?

  1. Suchbegriff (= Keywords) in die Suchmaske eingeben und auf die Vorschläge achten, die Google dazu einblendet:
    Das sind Hinweise auf häufig gesuchte Fragestellungen.
  2. Auf der Trefferanzeigen-Seite ganz nach unten scrollen und unter „Verwandte Suchanfragen“ weitere Such-Ideen finden:
    Das sind weitere Hinweise auf häufige Suchanfragen.
  3. Google Trends und Google Keyword-Planner nutzen und herausfinden,
    welche Keywords von Suchenden am häufigsten zu einem bestimmten Thema eingegeben werden.

Mehr zum Thema „Keywords“ → hier weiter lesen!

Warum gerade Google fragen und nicht andere Suchmaschinen? Antwort: Google ist in Österreich die meistgenutze Suchmaschine, mit einem Marktanteil von rund 95%. Gefolgt von Bing (2,45%), Yahoo (1,84), DuckDuckGo (0,02) und Ask Jeeves (023%).

 

Überlegung 2: Verwende ich für meinen Webauftritt Keywords, nach denen häufig gesucht wird?

Je besser sich meine Inhalte mit Suchanfragen decken, desto größer die Chance, dass ich mit meiner Webseite oder meinen Social Media Profilen in Suchmaschinen angezeigt werde. Dazu muss ich zunächst verstehen:

WIE SUCHEN SUCHMASCHINEN?

Suchmaschinen durchforsten zunächst Webinhalte (Keywords), die für die eingegebenen Suchanfrage relevant erscheinen. Das ist so, seit es Suchmaschinen gibt. Relativ neu hinzugekommen ist der nächsten Schritt:

Der Suchmaschinen-Algorithmus screent den Zusammenhang der Wörter und Inhalte. Auf diese Weise versucht die Suchmaschine herauszufinden, was der Suchende für ein Ziel verfolgt und welches die besten Antworten dafür sind, die als Treffer angezeigt werden sollen.

Man nennt dieses „Verstehen des Inhaltes“ durch den Suchmaschinen-Algorithums: semantische Suche.
Bei Google wurde das durch das Hummingbird Update (2013/14) umgesetzt.

Anfang 2015 hat Google den Algorithmus um künstliche Intelligenz erweitert. Dieser s. g. „RankBrain“ wertet den Google Algorithmus um die Fähigkeit auf, selbstständig (maschinell) zu lernen – mit dem Ziel, noch bessere Suchergebnisse zu liefern. So können z.B. nicht eindeutig formulierte Suchanfragen besser interpretiert und in Beziehung zu ähnlichen oder bekannten Begriffen und Phrasen gesetzt werden.

 

SEO Praxis-Tipp 2: Wie kann ich Suchmaschinen helfen, mich für passende Suchanfragen zu finden und anzuzeigen?

  1. Keywords an den relevanten Stellen platzieren – mehr dazu: hier klicken und weiterlesen
  2. Inhalte (samt eingebetteten Keywords) auf Suchanfragen und den Nutzen für Suchenden abstimmen
  3. Eigene Inhalte checken: finde ich das was ich gesucht habe auf einen Blick dort, wo ich geklickt habe?
  4. Aktuelle Inhalte bieten: es gibt jeden Tag neue Suchanfragen = jeden Tag neue Chancen, Antworten zu geben!

Die Position der Suchmaschinen-Trefferanzeigen ist das wichtigste Kriterium, Klicks und damit Besucher via Suchmaschinen auf meine Seite zu bringen. Je weiter oben ich angezeigt werde, desto besser meine Sichtbarkeit:

WIE SUCHEN SUCHENDE?

Rund 90% der Suchenden widmen ihre Aufmerksamkeit überhaupt nur den ersten 3 Suchergebnissen.

Drei Viertel aller Suchenden erreicht man auf der ersten Suchergebnis-Seite.

Bevor sich Suchende durch die hinteren Suchmaschinen-Trefferanzeige-Seiten klicken (nur etwa 25% klicken auf die zweite Suchergebnis-Seite), geben sie eher einen neuen Suchbegriff ein.

 

Überlegung 3: Nach welchen Kriterien reiht Google die Trefferanzeigen und wie kann ich mein Ranking beeinflussen?

Eines der wichtigsten Kriterien ist die Relevanz: das Zusammenpassen zwischen Suchanfrage und verfügbaren Web-Inhalten. Die Qualität der gebotenen Inhalte spielt dabei eine wichtige Rolle.

Google beobachtet das User-Verhalten und zieht u. a. auf folgenden Faktoren Schlüsse über Qualität und Relevanz von angezeigten Treffern:

– Klickt der Suchende auf die Trefferanzeige (Klick-Rate)?
– Bleibt der Suchende auf der Seite, die er in der Trefferanzeige geklickt hat (Verweildauer)?
– Klickt er sich auf dieser Webseite durch weitere Inhalte?
– Oder springt er gleich nach dem Öffnen der Trefferanzeige wieder ab (Bounce Rate)?
– Klickt er dann auf eine nächste Trefferanzeige oder gibt er einen neuen Suchbegriff ein?

Wenn Suchende es auf meine Seite geschafft haben, steigt die Chance, dass sie wieder kommen oder zu Kunden werden: je länger sie auf meinem Webauftritt verweilen.

Neben der Tatsache, ob sie hilfreiche Inhalte und Antworten auf ihre Fragen finden – sind folgende Aspekte ausschlaggebend, ob Besucher bleiben oder gleich wieder abspringen:

Ladezeit,
– eine übersichtliche Seitenarchitektur und
– eine gute Navigation durch die Seite.

Alle drei Faktoren gelten mittlerweile unbedingt auch fürs Surfen via mobile Geräte (Smartphones & Co.) und beeinflussen neben den zuvor genannten Krierien auch maßgeblich mein Google Anzeige-Ranking.

Ein weiteres wichtiges Ranking-Kriterium und Indiz dafür, dass meine Webseite Nützliches zu bieten hat, sind Backlinks: Verlinkungen von themen-relevanten externen Quellen – z.B. Foren, anderen Webseiten, Social Media Kanälen – die auf meine Seite verweisen.

 

SEO Praxis-Tipp 3: Wie kann ich Suchende dazu gewinnen, meine Trefferanzeige zu klicken und auf meiner Seite zu bleiben?

  1. Titel und erste Textzeilen interessant und spannend formulieren: daraus setzt sich die Google Trefferanzeige zusammen. Außer: man bearbeitet Titel und Meta Description im Administrator-Bereich der Webseite gezielt nach (empfehlenswert!)
  2. Auf mobile Funktionalität und Bedienbarkeit meines Webauftritts achten („Responsive Design“)
  3. Nützliche Inhalte leserfreundlich aufbereiten (Text-Struktur, Bildkommunikation)
  4. Bilder komprimieren (weniger Datenmenge = schnellere Ladezeit, siehe „Pixel, Bildgröße & Co“)
  5. Besucher durch meine Inhalte leiten (z.B. „Mehr Informationen – klicken Sie hier“) 
  6. Besuchern die Möglichkeit geben, Inhalte zu LIKEN, KOMMENTIERN, TEILEN oder downloaden zu können
  7. Handlungsempfehlungen geben mit einem farblich hervorgehobenen „Call-to-Action“: z.B. „Hier klicken“


Überlegung 4:
Wenn trotz aller Bemühungen keine Suchenden via Suchmaschinen auf meine Webseite kommen – was dann?

Die fehlenden Zugriffe auf meine Webseite liegen möglichwerweise daran, dass ich in der Suchmaschinen-Ergebnisliste noch nicht weit genug vorne angezeigt werde. Und dass sich dieses Unterfangen schwierig gestaltet, da es zig-tausende Treffer zu geben vermag, die Inhalten zum selben Thema bieten, wie ich.

Helfen kann hier eine professionelle Analyse der eigenen Webseite, FÜR WELCHE Keywords die Seite WIE in den Suchmaschinen rangiert. Es gibt Tools, wie z.B. Sistrix, die man dazu verwenden kann. Es gibt selbstverständlich auch SEO-Profis, die dabei helfen, Optimierungspotenzial aufzuzeigen.

Der langfristige Aufbau meines organischen (kostenlosen) Suchmaschinen-Rankings kann zudem gezielt mit bezahlten Werbe-Anzeigen unterstützt werden. Auch für die Erstellung einer Online-Werbeanzeige ist es wichtig, die richtigen Keywords zu verwenden (und seine Zielgruppe zu kennen!).

 

WIE KANN ICH FESTSELLEN, VON WO MEINE USER AUF MEINE WEBSEITE KOMMEN?
Das lässt sich z.B. mit Google Analytics analysieren.

 

KANN ICH MEIN ANGEBOT AUF EIN BESTIMMTES GEBIET EINGRENZEN?
Die Lokalisierung meiner angebotenen Leistungen hilft mir, in meiner Region in den Suchmaschinen besser angezeigt zu werden.

  • Laut einer aktuellen Google-Studie nutzen 4 von 5 Usern Suchmaschinen, um lokale Informationen zu suchen.
  • Suchmaschinentreffer-Anzeigen werden auf die Region abgestimmt, wo die Suche eingegeben wird.
    Informationen dazu zieht Google z.B. über die IP-Adresse und über die eingestellte Sprache im verwendeten Web-Browser des Suchenden.
  • Über 70% der Suchenden suchen mittlerweile via Smartphones und mobile Geräte: hier werden die Trefferanzeigen noch exakter auf den Sucherstandort abgestimmt, sofern die GPS-Funktion am mobilen Gerät aktualisiert wird.

 

SEO Praxis-Tipp 4: Wie kann ich meinen Webauftritt lokalisieren?

  1. Meine Domain auf meinen Wirkungsbereich abstimmen, z.B. „.at“ statt „.com“ (= international)
  2. Darüber informieren, wo ich meine Produkte und Dienstleistungen anbiete
  3. Kontaktdaten und Adresse einheitlich in allen Kanälen angeben, in denen ich online unterwegs bin
  4. Möchte ich mit meinem Firmenstandort besser gefunden: Google MyBusiness Konto erstellen (kostenlos)

 

Damit ist unser Blick hinter die SEO-Kulissen beendet.

Bestimmt haben wir nicht alle SEO-Facetten beleuchtet. Schon gar nicht haben wir jeden einzelnen Aspekt bis ins kleinste Detail ausgereizt. Ich hoffe dennoch, dem Thema Suchmaschinen-Optimierung mit diesem Artikel ein bisschen einen „Praxisblick“ verleihen zu können. UND den einen oder die andere dazu anzuregen, das SEO-Thema aktiv in die Hand zu nehmen – ohne Panik vor der Technik zu haben 🙂

Kurze Zusammenfassung:

  • Gestalte deinen Online-Auftritt nicht für Suchmaschinen, sondern für Suchende die Informationen zu dem Thema suchen, das du anbietest.
  • Fokussiere auf dein Kern-Thema (Keywords!) und beantworte mit deinen Web-Inhalten Fragen, die dazu häufig in Suchmaschinen gestellt werden.
  • Verleihe deinem Leistungsangebot eine lokale Ausrichtung.
  • Bleibt dran. Die eigene Sichtbarkeit im Netz ist nie „fertig“ eingerichtet: sie erfordert Ausdauer, Aktualität und Regelmäßigkeit!

 

Habt ihr weitere Fragen zum Thema SEO? Meldet euch!
Ruft an oder schreibt mir ein Mail oder ein Kommentar!

Habt ihr Interesse, das Thema zu vertiefen?
Diese Quellen habe ich für den Artikel verwendet:

Statista – Das Statistik-Portal: Suchmaschinen-Nutzung in Österreich
American Marketing Association: 75% der Suchanfragen bestehen aus 3-5 Wörtern
LocaFox – Google Studie: Wie nutzen Kunden das Web für lokale Suchanfragen 

OnPageWiki – Semantic Search
OnPageWiki – Verweildauer

OnPage.org – Wie sich das Suchverhalten verändert
One Advertising AG – RankBrain
Google Analytics – Absprungrate (Bounce Rate)

 

hm-kommUNIKATion

 

Hat euch der Beitrag gefallen? War etwas Interessantes oder Neues für euch dabei?
Dann bitte fleißig LIKEN, TEILEN und KOMMENTIEREN!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Top
error: Geschützer Inhalt!